Website für Immobilienmakler: Warum Erfahrung allein dich nicht vor neuer Konkurrenz schützt

Du bist Immobilienmakler, Investor oder Gutachter und fragst dich, ob sich die Investition in eine neue Website lohnt? In diesem Beitrag erfährst du, was eine neue Webseite 2026 liefern muss und ob sich das für dein Geschäft lohnt?

Inhalt

Du bist seit zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren Makler in deiner Region.

Und seit ein paar Jahren taucht gefühlt jeden Monat ein neuer Wettbewerber auf.

Ein neues Maklerschild. Eine Anzeige in der Zeitung. Ein Plakat an der Hauptstraße. Ein neuer Instagram-Kanal. Eine neue Website.

Manche dieser Anbieter haben einen Bruchteil deiner Erfahrung.

Das spielt aber zunächst keine Rolle.

Denn dein Kunde kann nur zwischen den Maklern wählen, die er überhaupt wahrnimmt.

Du kannst deinen lokalen Markt besser kennen. Du kannst hunderte Immobilien verkauft haben. Du kannst einen großen Teil deines Geschäfts aus Empfehlungen beziehen.

Während du dich auf diese gewachsene Position verlässt, beginnt irgendwo ein neuer Wettbewerber damit, Sichtbarkeit aufzubauen.

Heute sieht ein Eigentümer seinen Namen auf einem Plakat.

Morgen seine Anzeige.

Übermorgen einen Beitrag im Internet.

Vier Wochen später taucht seine Website bei einer Suche auf.

Und wenn dieser Eigentümer irgendwann tatsächlich einen Makler braucht, fühlt sich der neue Name plötzlich gar nicht mehr so neu an.

Genau deshalb ist Sichtbarkeit kein Schalter, den du erst umlegst, wenn die Aufträge fehlen.

Nachgeholte Sichtbarkeit existiert nicht.

Während du nicht kommunizierst, baut jemand anderes Bekanntheit, Vertrauen und Gewohnheit auf.

Und genau dabei spielt deine Website eine viel größere Rolle, als viele Immobilienmakler glauben.

Nicht weil sie besonders schön aussehen muss.

Sondern weil sie einer der wichtigsten Orte ist, an denen aus einem unbekannten Namen eine ernsthafte Option wird.

Was ein neuer Makler in zwei Jahren aufholen kann

Ich habe selbst erlebt, wie schnell das gehen kann.

Als wir TSS Immobilien begleitet haben, war das Unternehmen ein frischer Marktstarter im Raum Neuss.

Keine jahrzehntelang gewachsene Marke.

Keine Stellung als alteingesessener Platzhirsch.

Vor allem aber: keine Sichtbarkeit.

Genau das haben wir Schritt für Schritt verändert.

Website. Positionierung. Eigentümeransprache. Inhalte. Suchmaschinen. Kontinuierliche Präsenz.

Nicht als eine einzelne Kampagne, nach der wieder Ruhe einkehrt.

Sondern als System.

Innerhalb von rund zwei Jahren wurde aus dem kaum sichtbaren Marktstarter eine feste, deutlich wahrnehmbare Größe im regionalen Wettbewerb.

Sarangan Sundaralingam, Geschäftsinhaber, TSS Immobilien sagt selbst: „Früher hatte ich gar keine Website. Heute hab ich ein Gesicht nach außen. Ich hab jetzt eine Ansprache gefunden, die meine Kunden verstehen. Und sie buchen meine Dienstleistung.“

Und genau das ist für mich die interessante Seite dieser Geschichte.

Nicht:

„Schaut mal, was wir mit TSS gemacht haben.“

Sondern:

„Schau dir an, was dein nächster Wettbewerber in zwei Jahren machen kann.“

Vielleicht sitzt gerade heute irgendwo in deiner Stadt jemand, den noch niemand kennt.

Noch fehlen ihm Historie, Empfehlungsbasis und Marktkenntnis.

Aber er beginnt.

Er baut seine Website auf.

Er veröffentlicht Inhalte.

Er sammelt Bewertungen.

Er wird bei Google sichtbarer.

Er taucht immer häufiger dort auf, wo auch deine zukünftigen Kunden hinschauen.

Deine Erfahrung verschwindet dadurch natürlich nicht.

Aber ihr Vorsprung wird wirtschaftlich kleiner, wenn niemand ihn wahrnimmt.

Der bessere Makler und der sichtbarer wahrgenommene Makler müssen nicht dieselbe Person sein.

Und deshalb beginnt eine gute Website für Immobilienmakler für mich nicht mit Farben, Schriften oder Animationen.

Sondern mit einer Frage:

Hat ein potenziell passender Eigentümer überhaupt eine realistische Chance, dich während seines Entscheidungsprozesses wahrzunehmen?

Sichtbarkeit beginnt lange vor dem Maklerauftrag

Ein Eigentümer wacht normalerweise nicht morgens auf, entscheidet spontan, sein Haus zu verkaufen, und ruft zehn Minuten später einen Makler an.

Vorher passiert etwas.

Eine Erbschaft.

Eine Trennung.

Ein Umzug.

Das Haus wird zu groß.

Eine vermietete Immobilie macht zunehmend Arbeit.

Oder jemand fragt sich schlicht, ob jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Verkauf wäre.

Der eigentliche Maklerauftrag steht häufig erst am Ende eines längeren Prozesses.

Deshalb solltest du nicht erst in dem Moment sichtbar werden, in dem jemand „Immobilienmakler Neuss“ bei Google eingibt.

Idealerweise kennt er deinen Namen dann bereits.

Vielleicht hat er einen Artikel von dir gelesen.

Ein verkauftes Objekt gesehen.

Eine Bewertung wahrgenommen.

Eine Marktanalyse entdeckt.

Oder einen Beitrag gesehen, der genau seine Situation beschrieben hat.

Die Website ist dabei nicht der einzige Kontaktpunkt.

Aber sie ist häufig der Ort, an dem diese Kontaktpunkte zusammenlaufen.

Jemand sieht dein Plakat und googelt dich.

Jemand bekommt deinen Namen empfohlen und googelt dich.

Jemand entdeckt dich auf Social Media und klickt auf deine Website.

Und damit beginnt die nächste Prüfung.

Nicht mehr:

„Kenne ich diesen Makler?“

Sondern:

„Verstehe ich, warum ausgerechnet dieser Makler für mich interessant sein könnte?“

Versteht ein Eigentümer in fünf Sekunden, warum er bei dir richtig ist?

Viele Makler-Websites beginnen ungefähr so:

„Herzlich willkommen bei Immobilien Müller.“

„Ihr kompetenter Partner rund um die Immobilie.“

„Verkauf. Vermietung. Bewertung.“

Darunter ein Immobilienfoto und drei Leistungsboxen.

Aus Sicht des Maklers ist damit alles gesagt.

Aus Sicht des Eigentümers fast nichts.

Denn er weiß nicht, dass du seit 18 Jahren in genau dieser Region arbeitest.

Er weiß nicht, dass du besonders viel Erfahrung mit Erbimmobilien hast.

Er weiß nicht, dass du Mehrfamilienhäuser diskret vermarktest.

Und er weiß nicht, dass du genau das Problem schon mehrfach gelöst hast, mit dem er gerade vor deiner Website sitzt.

Was für dich selbstverständlich ist, existiert für einen neuen Kunden erst, wenn du es sichtbar machst.

Der Makler denkt in Leistungen. Der Eigentümer denkt in Situationen.

Du denkst:

  • Verkauf
  • Vermietung
  • Bewertung
  • Investment

Der Eigentümer denkt:

  • „Meine Mutter ist gestorben. Was mache ich mit dem Haus?“
  • „Wir trennen uns und müssen die Immobilie verkaufen.“
  • „Das Haus ist mittlerweile zu groß.“
  • „Ich möchte mein Mehrfamilienhaus verkaufen, aber nicht öffentlich anbieten.“
  • „Was ist die Wohnung überhaupt wert?“

Das ist ein völlig anderer Einstieg in dieselbe Dienstleistung.

Der Makler kennt sein Angebot. Der Kunde kennt zunächst nur seine Situation.

Eine gute Makler-Website verbindet beides.

Sie sagt nicht nur, was du anbietest.

Sie zeigt dem Besucher:

„Der versteht die Situation, in der ich gerade stecke.“

Makler-Webseiten müssen Kundenanlässe beantworten Diese Kundenlogik sorgt bei unserem Kunden Marco Giegerich für 2-3 organische Anfragen die Woche.

Die Immobilienbewertungsanfragen laufen über konkrete Situationen wie Erbschaft, Scheidung, Kauf/Verkauf und Finanzamt.

Genau deshalb eignet sich das Projekt von Marco an dieser Stelle so gut.

Immobilienbewertung ist die Leistung.

Aber niemand wacht morgens auf und denkt:

„Heute benötige ich eine Immobilienbewertung.“

Menschen brauchen eine Bewertung, weil etwas passiert.

Erbschaft.

Scheidung.

Kauf.

Verkauf.

Finanzamt.

Wenn die Website diesen Anlass aufgreift, muss der Kunde viel weniger übersetzen.

Und genau das ist Verständlichkeit.

Austauschbare Kommunikation macht Erfahrung unsichtbar

Für etablierte Makler ist das besonders bitter.

Vielleicht bist du tatsächlich besser.

Du hast mehr Erfahrung.

Kennst den Markt genauer.

Führst Eigentümer sauberer durch schwierige Situationen.

Aber auf beiden Websites steht:

„Persönlich. Kompetent. Regional.“

Dann sieht der Kunde keinen Unterschied.

Nicht weil es keinen gibt.

Sondern weil niemand ihn verständlich gemacht hat.

Das kenne ich auch von der anderen Seite.

Ich halte selbst einen größeren Immobilienbestand und habe inzwischen 150 Wohneinheiten.

Natürlich google ich Anbieter, die ich nicht kenne.

Die Website sagt mir dabei nicht, ob ein Makler wirklich gut ist.

Aber sie zeigt mir sehr schnell, ob ich erkennen kann, worin er gut ist.

Und das ist ein großer Unterschied.

Behauptest du Kompetenz – oder kann ein Eigentümer sie erkennen?

Vielleicht kennt ein Eigentümer deinen Namen und hat dich schon irgendwo mal gesehen.

Er versteht dein Angebot.

Vielleicht erkennt er sogar seine eigene Situation wieder.

Aber jetzt kommt seine nächste Frage:

Kann ich diesem Menschen meine Immobilie anvertrauen?

Ausgerechnet in einer Branche, in der es um sechs- oder siebenstellige Vermögenswerte geht, wird Vertrauen häufig mit ein paar Adjektiven abgehandelt.

„Seriös.“

„Zuverlässig.“

„Diskret.“

„Kompetent.“

Das Problem:

So beschreibt sich jeder.

Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass du sagst, man könne dir vertrauen.

Es entsteht, wenn der Kunde genügend relevante Signale findet, um selbst zu diesem Schluss zu kommen.

Was einen Eigentümer wirklich interessiert

  • Kennt dieser Makler meinen Markt?
  • Hat er Erfahrung mit meiner Art von Immobilie?
  • Wer sitzt mir gegenüber?
  • Wie läuft ein Verkauf ab?
  • Was sagen andere Eigentümer?
  • Gibt es reale Fälle?
  • Was passiert, wenn die Situation kompliziert wird?

Dafür braucht es nicht möglichst viele Siegel.

Es braucht die richtigen Beweise.

Eine Bewertung eines Eigentümers kann stärker sein als ein allgemeines Qualitätssiegel.

Ein konkreter Verkauf eines vergleichbaren Objekts stärker als „20 Jahre Erfahrung“.

Eine nachvollziehbare Fallstudie stärker als „maßgeschneiderte Lösungen“.

Proof ist stark, wenn er eine echte Unsicherheit beantwortet.

Das gilt genauso für mich

Ich könnte hier schreiben:

„Ich kenne die Immobilienbranche.“

Das wäre wertlos.

Deshalb sind mir konkrete Fakten lieber.

  • Rund 150 Wohnungen im Eigenbestand
  • Mehr als 48 Mio. Transaktionsvolumen
  • 65 Einheiten aktuell in der Projektentwicklung als Aufteilung für Kapitalanleger
  • Germanistik, Psychologie und Medienwissenschaften studiert und mit Auszeichnung abgeschlossen
  • 14 Jahre redaktionelle Arbeit für Wirtschaftsverbände – u.a. BDEW und Wirtschaftsrat

Ich kann dir all das belegen, wenn wir uns kennenlernen. Trag dich dazu gern mal zum kostenlosen Erstgespräch ein.

Und ich sage das nicht damit du beeindruckt bist.

Sondern damit du meine Perspektive einordnen kannst.

Ich kenne Kommunikation nicht nur aus Lehrbüchern.

Und Immobilien nicht aus einer Zielgruppenbeschreibung.

Ich sitze selbst auf der Käuferseite, verhandle und treffe Immobilienentscheidungen.

Mit Immobilienkommunikation Deals bekommen

Auswahl einiger Kaufobjekte.

Zeig nicht nur Ergebnisse. Zeig, wie du denkst.

Viele Makler zeigen verkaufte Immobilien.

Gut.

Aber ein „VERKAUFT“-Stempel erklärt noch nicht, was du geleistet hast.

Viel interessanter ist:

  • Was war die Ausgangslage?
  • Wo lag das Problem?
  • Warum habt ihr genau diese Strategie gewählt?
  • Was war der kritische Punkt?
  • Was kam dabei heraus?

Damit zeigst du nicht nur, dass du etwas kannst.

Der Eigentümer sieht, wie du Entscheidungen triffst.

Makler-Webseiten müssen Geschäft und Anfragen bringen
Deshalb sage ich auch ganz klar, was meine Erwartungshaltung an meine eigene Arbeit mit Immobilienunternehmern ist.

Machst du es dem Eigentümer leicht genug, den nächsten Schritt zu gehen?

Jetzt ist der Eigentümer auf deiner Website, versteht dein Angebot und vertraut dir.

Eigentlich müsste die Anfrage jetzt kommen.

Eigentlich.

Denn auf den letzten Metern verlieren Websites noch einmal erstaunlich viel Wirkung.

Dann steht dort:

„Kontaktieren Sie uns.“

„Jetzt unverbindlich anfragen.“

Und trotzdem bleiben Fragen offen.

  • Wofür genau frage ich an?
  • Was passiert danach?
  • Ruft mich sofort jemand an?
  • Brauche ich Unterlagen?
  • Kostet das etwas?
  • Muss ich schon entschieden sein?

Der erste Klick sollte nicht wie eine endgültige Entscheidung wirken

Ein Eigentümer muss dich beim ersten Kontakt noch nicht als Makler beauftragen.

Er muss nur entscheiden, den nächsten sinnvollen Schritt mit dir zu gehen.

Das kann sein:

  • eine erste Preiseinschätzung,
  • ein kurzes Vorgespräch,
  • die Übermittlung einiger Objektdaten,
  • eine Einordnung der Verkaufssituation,
  • eine Frage zur Erbschaft,
  • ein diskretes Gespräch über ein Mehrfamilienhaus.

„Makler beauftragen“ ist eine Entscheidung.

„Situation kurz einordnen lassen“ ist zunächst ein nächster Schritt.

Sag nicht nur, was der Kunde tun soll. Sag, was danach passiert.

Nicht:

Immobilie bewerten lassen

Sondern beispielsweise:

Schick uns Adresse und einige Eckdaten. Wir prüfen die Situation und melden uns innerhalb eines Werktags. Erst danach entscheidest du, ob ein Gespräch sinnvoll ist.

Der interne Prozess kann derselbe sein.

Die Außenwirkung ist eine andere.

Der Kunde weiß, was er abgibt, was er bekommt und worauf er sich einlässt.

So wie hier. Dabei haben wir den Wunsch nach einer Wertermittlung konkret geframt.

Gutes Immobilienmarketing verkauft immer den nächsten Schritt

Reales Beispiel, bei dem am Kontaktpunkt klar wird, was der Eigentümer tun soll und was anschließend passiert.

Handlungsleichtigkeit bedeutet übrigens nicht, möglichst jedes Formular auf zwei Felder zu kürzen.

Wenn du Informationen wirklich brauchst, frag sie ab.

Aber entferne jede Hürde, die für den nächsten Schritt keinen Zweck erfüllt.

Was gehört auf eine gute Website für Immobilienmakler?

Damit kommen wir zur praktischen Frage.

Welche Seiten und Funktionen braucht eine Immobilienmakler-Website wirklich?

Die Antwort hängt vom Geschäftsmodell ab.

Aber jeder Bereich sollte einen klaren Job haben.

Bereich Aufgabe
Startseite Orientierung und erste Relevanz schaffen
Eigentümer-/Situationsseiten Konkrete Probleme und Anlässe aufgreifen
Leistungsseiten Erklären, was die Leistung für den Kunden bedeutet
Regionale Seiten Echte Marktkenntnis sichtbar machen
Über uns Menschen, Erfahrung und Haltung zeigen
Referenzen/Cases Kompetenz beweisen
Bewertungen Soziale Sicherheit schaffen
Immobilienangebote Vorhandene Objekte vermarkten
Ratgeber/Fachinhalte Fragen beantworten und Sichtbarkeit aufbauen
Kontakt Den nächsten Schritt klar und einfach machen

Entscheidend ist nicht, möglichst viele davon anzulegen.

Sondern die richtigen.

Ein Gewerbemakler braucht eine andere Website als ein klassischer Wohnmakler.

Ein Spezialist für Mehrfamilienhäuser eine andere als ein lokaler Allrounder.

Und ein Immobilienbewerter wiederum eine andere Informationsarchitektur als ein Makler, der vor allem Verkaufsmandate gewinnen möchte.

Die beste Immobilienmakler-Website ist deshalb nicht die mit den meisten Funktionen. Es ist diejenige, die zu deinem Geschäftsmodell und zur Entscheidung deiner Kunden passt.

Die Technik muss zum Prozess passen

Ein Punkt gehört trotzdem dazu.

Wenn du deine Objekte in einer Maklersoftware oder einem CRM wie onOffice, Propstack oder FLOWFACT pflegst, sollte deine Website daraus möglichst keinen zweiten manuellen Pflegeprozess machen.

Objekte müssen sinnvoll übertragen werden.

Anfragen sollten dort landen, wo dein Team sie tatsächlich bearbeitet.

Formulare müssen funktionieren.

Tracking sollte nachvollziehbar sein.

Seiten sollten schnell laden.

Und selbstverständlich muss die Website auf dem Smartphone sauber nutzbar sein.

Technik ist für mich dabei selten der eigentliche Grund, weshalb ein Eigentümer dich wählt.

Aber schlechte Technik kann sehr wohl verhindern, dass eine gute Entscheidung zustande kommt.

Neue Website für Immobilienmakler: Brauchst du wirklich einen Relaunch?

Vielleicht hast du beim Lesen an mehreren Stellen gedacht:

„Meine Website kann das alles nicht besonders gut.“

Die naheliegende Schlussfolgerung wäre:

Neue Website.

Die würde ich nicht automatisch ziehen.

Eine Website ist kein Sanierungsfall, nur weil man etwas verbessern kann.

Vielleicht funktionieren Technik, Mobilansicht, Objektimport und Grundstruktur bereits gut.

Dann liegen die größeren Hebel möglicherweise in:

  • einer klareren Positionierung,
  • besseren Texten,
  • sichtbarerem Proof,
  • einer stärkeren Eigentümerseite,
  • besseren Cases,
  • einer einfacheren Kontaktführung.

Das sind keine Gründe, alles abzureißen.

TSS ist dafür wieder ein gutes Beispiel

Die TSS-Website hatte später viele starke Bereiche.

Klare Eigentümeransprache.

Gute Verständlichkeit.

Saubere Nutzenkommunikation.

Einfache Kontaktwege.

Unser Ergebnis war deshalb gerade nicht:

„Alles neu.“

Ein wichtiger Hebel lag außerhalb der eigentlichen Websitequalität: bei der relativen Wahrnehmbarkeit im stark umkämpften regionalen Markt.

Kommunikationscheck nach Kommunikationswirkungssystem

Ausschnitt aus dem Kommunikationscheck: starke Werte bei Verständlichkeit, Relevanz und Handlungsleichtigkeit, aber niedrigere Wahrnehmbarkeit.

Mein Kommunikationswirkungssystem prüft insgesamt 33 Kriterien, wie gut ein Unternehmen wahrgenommen und verstanden wird, wie relevant sein Nutzen erscheint, wie viel Vertrauen es erzeugt und wie leicht es den nächsten Schritt macht – und zeigt am Ende, wo der größte Kommunikationsengpass liegt und welches Wachstumspotenzial noch ungenutzt bleibt.

Das ist für mich ein wichtiger Grundsatz:

Wenn etwas funktioniert, fasse ich es nicht an, nur damit anschließend meine Handschrift daraufsteht.

Die Frage ist nicht:

Was könnten wir verändern?

Sondern:

Wo geht tatsächlich Wirkung verloren?

Wann ein Relaunch sinnvoll werden kann

Natürlich gibt es Fälle, in denen Flickschusterei keinen Sinn ergibt.

Zum Beispiel wenn:

  • dein heutiges Geschäftsmodell kaum noch in die alte Struktur passt,
  • mehrere Zielgruppen wild vermischt werden,
  • wichtige Inhalte technisch kaum ergänzt werden können,
  • Mobile sichtbar scheitert,
  • wichtige Systeme nicht sauber angebunden werden können,
  • oder deine Positionierung heute eine völlig andere ist als beim Bau der Website.

Dann kann es sinnvoll sein, die Website für dein Immobilienunternehmen neu aufzusetzen.

Aber auch dann sollte die Reihenfolge lauten:

  1. Geschäftslogik
  2. Informationsarchitektur
  3. Inhalt
  4. Design

Nicht andersherum.

Deine Immobilienmakler-Website wird wahrscheinlich zuerst auf dem Smartphone beurteilt

Stell dir eine normale Situation vor.

Sonntagabend.

Ein Eigentümer sitzt auf dem Sofa.

Das Elternhaus soll verkauft werden.

Ein Bekannter schreibt per WhatsApp:

„Nimm mal den Müller. Mit dem waren wir zufrieden.“

Der Eigentümer googelt dich.

Smartphone.

Website.

Und jetzt hast du vielleicht zehn Sekunden.

Nicht für den Maklerauftrag.

Aber für die nächste kleine Entscheidung:

Bleibe ich hier?

Oder schaue ich mir den nächsten an?

Empfehlungen enden heute oft bei Google

Das ist für etablierte Makler wichtig.

„Mein Geschäft läuft über Empfehlungen.“, höre ich heute immer noch.

Perfekt. Gut so! Das zeigt, dass du viel richtig machst.

Aber was macht ein empfohlener Kunde mit deinem Namen?

Er schaut selbst nach.

Google.

Bewertungen.

Website.

Vielleicht Social Media.

Die Empfehlung bringt dich in die Auswahl.

Der digitale Eindruck entscheidet anschließend mit darüber, ob du dort bleibst.

Mobil optimiert heißt nicht: Nichts ist kaputt

Fast jede moderne Website passt sich irgendwie an einen kleineren Bildschirm an.

Das genügt nicht.

Auf dem Smartphone wird jede überflüssige Information teurer.

Großes Bild.

Logo.

Drei Absätze.

Fünf Leistungsboxen.

Slider.

Noch ein Bild.

Und irgendwann kommt endlich die Information, wegen der jemand überhaupt dort ist.

Mobile bedeutet deshalb vor allem: priorisieren.

Ist klar, für wen die Seite ist?

Ist die wichtigste Aussage lesbar?

Sind Telefonnummer und nächster Schritt leicht erreichbar?

Funktioniert das Formular mit einer Hand?

Muss ich mich durch fünf Menüpunkte arbeiten?

So wie hier bei mir: Das Wichtigste sofort sichtbar + eindeutige Kontaktmöglichkeit ohne scrollen:

Ein mobil optimierte Internetseite sorgt für schnelle Orientierung

meine eigene Startseite

Mobile Optimierung bedeutet nicht, eine Desktopseite kleiner zu machen. Sie bedeutet, die Bedeutung neu zu priorisieren.

Wie wird eine Makler-Website bei Google sichtbar?

Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt.

Konkurrenz.

Eine Website kann alles richtig erklären.

Wenn niemand sie findet, passiert trotzdem wenig.

Deshalb interessiert mich bei Suchmaschinen vor allem eine Frage:

Was sieht ein Eigentümer, der einen Makler sucht und deinen Namen noch nicht kennt?

Wer bereits deinen Firmennamen googelt, kennt dich schon.

Spannender sind Suchanfragen wie:

  • „Immobilienmakler Neuss“
  • „Haus verkaufen Neuss“
  • „Mehrfamilienhaus verkaufen“
  • „Immobilie verkaufen nach Erbschaft“
  • „Wohnung verkaufen trotz Mieter“

Hier konkurrierst du darum, überhaupt erst in die Auswahl zu kommen.

Deine häufigsten Kundengespräche sind eine hervorragende Themenquelle

Wenn mich ein Makler fragt:

„Worüber soll ich denn schreiben?“

würde ich ihn zuerst fragen:

Welche Fragen beantwortest du jede Woche?

  • Was ist mein Haus wert?
  • Soll ich vorher renovieren?
  • Welche Unterlagen brauche ich?
  • Was passiert mit einer vermieteten Wohnung?
  • Wie funktioniert ein diskreter Verkauf?
  • Was muss ich bei einer Erbschaft beachten?

Das sind keine künstlichen Content-Ideen.

Das sind reale Kundenprobleme.

Erst danach prüfen wir, wie Menschen danach suchen und welche Themen wirtschaftlich interessant sind.

SEO beginnt für mich beim Kunden. Das Keyword zeigt anschließend nur, wie er sein Problem bei Google formuliert.

Lokale Seiten brauchen Substanz

Wenn du in Neuss, Meerbusch, Kaarst und Düsseldorf arbeitest, können regionale Seiten sinnvoll sein.

Aber nicht viermal derselbe Text mit ausgetauschtem Städtenamen.

Eine gute regionale Seite zeigt:

  • Welche Lagen kennst du?
  • Welche Objekte hast du dort betreut?
  • Welche Fragen treten auf?
  • Welche Besonderheiten gibt es?
  • Welche Erfahrung kannst du belegen?

Dann ist die Seite für Mensch und Suchmaschine sinnvoll.

Sonst ist sie SEO-Dekoration.

Warum ImmoScout & Co. deine eigene Website nicht ersetzen

Immobilienportale sind hervorragend.

Ich benutze sie selbst ständig.

Wenn ich eine Immobilie prüfe, möchte ich Preis, Lage, Grundriss, Miete und Zustand sehen.

Dafür sind Portale gemacht.

Aber sie lösen für den Makler einen anderen Job als die eigene Website.

Das Portal hilft dir vor allem, ein vorhandenes Objekt zu vermarkten. Deine Website muss zusätzlich dabei helfen, das nächste Objekt überhaupt erst zu bekommen.

Auf dem Portal steht die Immobilie im Mittelpunkt.

Auf deiner Website kann es der Makler sein.

Seine Erfahrung.

Seine Referenzen.

Seine Arbeitsweise.

Sein Markt.

Seine Person.

Ich schaue mir als Käufer übrigens ebenfalls häufig den Anbieter hinter einem Objekt an.

Nicht weil seine Website darüber entscheidet, ob ich eine schlechte Immobilie kaufe.

Aber sie beeinflusst, wie ich mein Gegenüber und den weiteren Prozess einordne.

Das Objekt öffnet die Tür.

Kommunikation entscheidet mit darüber, wie leicht es danach wird.

Das Portal ist dein Vermarktungskanal. Die Website kann dein Einkaufskanal sein.

Makler brauchen Objekte.

Ohne Mandate gibt es nichts zu vermarkten.

Deshalb sollte ein Teil deiner Kommunikation darauf ausgerichtet sein, Eigentümer zu erreichen.

Empfehlungen.

Netzwerk.

Lokale Präsenz.

Bewertungen.

Google.

Social Media.

All diese Wege können am selben Ort zusammenlaufen:

auf deiner Website.

Und genau deshalb halte ich es für einen Fehler, sie lediglich als zweite Objektbörse zu behandeln.

Was kostet eine Website für Immobilienmakler?

3.000 Euro?

10.000 Euro?

30.000 Euro?

Die einzig vernünftige Antwort lautet:

Kommt darauf an.

Nicht nur darauf, wie viele Unterseiten du möchtest.

Sondern darauf, welchen wirtschaftlichen Job die Website übernehmen soll.

Eine Website, die primär Empfehlungen bestätigt, braucht etwas anderes als eine Seite, die systematisch Eigentümer erreichen soll.

Und eine bestehende gute Website zu überarbeiten ist etwas völlig anderes, als Strategie, Struktur, Texte, Design und Technik von null aufzubauen.

Eine günstige Website kann teuer sein

Du kannst 3.000 Euro für eine technisch ordentliche Website ausgeben.

Modern.

Mobil.

Objektimport funktioniert.

Aber der Eigentümer versteht weiterhin nicht, warum er dich wählen sollte.

Dann hast du 3.000 Euro für eine neue Oberfläche bezahlt.

Nicht für ein besseres Ergebnis.

Umgekehrt kann eine deutlich teurere Website sinnvoll sein, wenn sie über Jahre dazu beiträgt, passende Mandate zu gewinnen oder Empfehlungen besser in Anfragen zu verwandeln.

Der Preis und der wirtschaftliche Wert einer Website sind zwei verschiedene Zahlen.

Rechne lieber in Mandaten

Was ist ein guter zusätzlicher Verkaufsauftrag für dein Unternehmen wert?

Und wie viele zusätzliche passende Mandate müsste eine Website über ihre Nutzungsdauer erzeugen, damit sich die Investition rechnet?

Das ist für einen Unternehmer die interessantere Rechnung.

Aber auch hier gilt:

Eine Website zaubert keine Nachfrage herbei.

Sie braucht Sichtbarkeit.

Empfehlungen.

Google.

Bewertungen.

Vielleicht Anzeigen.

Und vor allem ein Angebot, das der Markt tatsächlich will.

Deshalb ist der größte Hebel nicht automatisch der schönste oder technisch aufwendigste Eingriff.

Der 90-Sekunden-Check für deine eigene Makler-Website

Mach zum Schluss etwas Einfaches.

Öffne deine Website auf dem Smartphone.

Und beantworte fünf Fragen.

1. Wahrnehmbarkeit

Hat ein Eigentümer, der meinen Namen noch nicht kennt, überhaupt eine realistische Chance, auf mich zu stoßen?

2. Verständlichkeit

Versteht ein Fremder innerhalb weniger Sekunden, was ich für ihn tun kann?

3. Relevanz

Erkennt er einen konkreten Grund, warum ausgerechnet ich für seine Situation interessant bin?

4. Vertrauen

Findet er sichtbare Beweise dafür, dass meine Aussagen stimmen?

5. Handlungsleichtigkeit

Weiß er genau, was er als Nächstes tun kann und was danach passiert?

Wenn du bei mehreren Fragen zögerst, hast du wahrscheinlich kein reines Designproblem.

Vielleicht besteht einfach ein zu großer Abstand zwischen dem, wie gut dein Unternehmen tatsächlich ist und wie gut ein fremder Kunde das erkennen kann.

Und genau dieser Abstand interessiert mich.

Deine Konkurrenz muss nicht besser sein als du

Das ist am Ende die unbequeme Wahrheit.

Sie braucht nicht mehr Erfahrung.

Nicht mehr Marktkenntnis.

Nicht das bessere Netzwerk.

Sie muss nur oft genug sichtbar werden.

Und anschließend überzeugend genug zeigen, warum ein Eigentümer ihr vertrauen sollte.

TSS Immobilien ist für mich genau deshalb ein so gutes Beispiel.

Ein neuer Marktteilnehmer startet praktisch ohne Sichtbarkeit.

Er baut sie mit uns konsequent auf.

Und innerhalb relativ kurzer Zeit wird aus einem unbekannten Anbieter eine sichtbare regionale Größe.

Für TSS war das eine Chance.

Für einen etablierten Wettbewerber ist dieselbe Geschichte eine Warnung.

Denn ein neuer Konkurrent muss deine zwanzig Jahre Erfahrung nicht nachholen.

Er muss nur dafür sorgen, dass Kunden ihn ebenfalls als relevante Option wahrnehmen.

Nachgeholte Sichtbarkeit existiert nicht.

Du kannst morgen anfangen.

Aber du startest dann nicht mehr an derselben Stelle wie jemand, der heute begonnen hat.

Und jetzt?

Vielleicht brauchst du eine neue Website.

Vielleicht nur eine bessere Startseite.

Vielleicht fehlen Proof und Referenzen.

Vielleicht ist deine Seite gut, aber zu wenige relevante Menschen sehen sie.

Und vielleicht funktioniert bereits vieles hervorragend und sollte einfach in Ruhe gelassen werden.

Das lässt sich erst beurteilen, wenn man hinschaut.

Wenn du möchtest, schick mir deine Website.

Ich schaue sie mir aus zwei Perspektiven an: als Kommunikationspraktiker – und als Immobilienunternehmer.

Und ich sage dir nicht, was man theoretisch alles verändern könnte.

Sondern:

Welchen Punkt würde ich zuerst verändern – und warum?

Kein automatisch folgendes Verkaufsgespräch.

Kein vorab feststehender Relaunch.

Erst verstehen, wo tatsächlich Wirkung verloren geht.

Dann entscheiden, ob etwas getan werden sollte.

Erst ins Herz. Dann in die Brieftasche.

Dein Ronald Brod

 

Ronald Brod

Ronald ist Blogger, Experte für Kommunikation und kauft gern Immobilien
Er hat in Kommunikationsabteilungen von Konzernen und Wirtschaftsverbänden gearbeitet, bevor er seine eigenen Unternehmen im Bereich der Immobilienwirtschaft gründete. Mit seiner Expertise berät er heute u.a. Unternehmen in Kommunikations- und Verhandlungsfragen und teilt seine Erfahrungen auf seinem Blog "Kommunikation ist Gold".

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